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Nun geht es aber los:

Alles begann genau 1 Stunde nach dem Release vom Omsi 2. Zunächst musste die relativ zügige Installation abgeschlossen werden, bis es losgehen konnte. Danach konnte ich das Spiel endlich starten. Überrascht hat dabei unter anderem das neue Menü und auch weitere Dinge konnten mich bei OMSI 2 überzeugen. Alle einzelnen Details zum Simulator findet ihr nun jedoch ausführlich in den einzelnen Kategorien!

 

Fuhrpark

Der Fuhrpark von OMSI 2 besteht nun nicht mehr nur aus den beiden Doppeldeckerbussen der Baureihen „SD200“ und „SD202“ sondern auch aus einem kleineren Modell, dem „NL202“ und erstmalig auch aus einem Gelenkbus, dem „NG272“. Für das Gelenk musste entsprechend ein neues Script geschrieben werden, damit dieses überhaupt in diesem Simulator realisiert werden konnte und man kann sagen, dass diese Aufgabe sehr gut bewältigt worden ist. An dem Bussen konnte ich nach mehreren Fahrten nichts größeres aussetzen. Hier und da ist wohl das Quietschen des Gelenkbusses etwas nervig, jedoch muss man beachten, dass es sich dabei um keinen Gelenkbus handelt, den man von heute kennt. Vermutlich war es auch in der Realität nicht so extrem aber es gehört halt dazu und beeinflusst in keiner Weise den Spielspaß. Zudem sind die Fahrgäste im Nachläufer des Gelenks wohl viel toleranter als die, die sich im vorderen Teil des Busses befinden, sodass man noch so komisch fahren kann, ohne dass die Menschen meckern. Auch in der Nacht gibt es bei der Beleuchtung des Nachläufers noch kleinere Probleme, die der Entwickler aber nach einigen Angaben nun versucht zu beseitigen. An sich sind die Busse in gewohnter Qualität umgesetzt worden und ich konnte innerhalb des Testfensters soweit keine weiteren Mängel mehr an den Fahrzeugen feststellen. Sämtliche Dinge wie der Nothahn, Stop-Drücker oder die Seitenfenster im Fahrgastraum können nach Lust und Laune wieder eigenständig genutzt werden. Erfreulich ist nun auch, dass bei den Bussen im Fahrtverlauf zufällige Defekte auftreten können. Dies erhöht den Realismus entsprechend und kann den Busfahrer gerne mal auf die Palme bringen. Ein Schadensmodell, gemeint sichtbare Schäden an der Karosserie, gibt es bei den Bussen entsprechend wie beim Vorgänger nicht, was jedoch an der Wertung für diesen Bereich keinen Unterscheid hervorruft, da es so etwas auch bei anderen Bussimulatoren zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht gibt. Da ich kein Busfahrer bin, kann ich die Fahrphysik leider nicht genau beurteilen. Auf jeden Fall hatte ich keinerlei Probleme mit der Fahrphysik und mir selber kam es auch nicht so vor, als wenn der Bus zu träge ist. Leider verkehren hier solche Busse nicht mehr, da ich mir davon kein genaues Bild machen konnte.

 

KI

In diesem Bereich gibt es ebenfalls geringfügige Änderungen. Unter anderem verkehrt auf den Straßen nun ein Krankenwagen, der wohl mal schnell zu einem Einsatz muss. Allerdings ist dieser innerhalb des Testfensters bisher nur am Krankenhaus selber aufgetaucht, weswegen ich da bisher nichts weiteres zu sagen kann. Sobald ich weitere Erfahrungen damit mache, werde ich sie entsprechend im Testbericht ergänzen.

Durch die Chronologie, auf die ich noch später zurück komme, haben die KI-Fahrzeuge nun nicht mehr nur Berliner Kennzeichen sondern bis zur Abschaffung der DDR-Kennzeichen nun auch diese entsprechenden Kennnummern an ihren Fahrzeugen. Dies verschafft einen weiteren Hauch von Realismus in die Simulation. Am KI-Verhalten selber stelle ich aktuell keine größeren Unterschiede zur Vorversion fest. Spurwechsel und das Abbiegen nach der deutschen Straßenverkehrsordnung funktionieren, wenn es hier und da jedoch mal kleinere Abweichungen gibt. Ampeln, die jedoch kurz vor der Anfahrt an die Haltelinie auf gelb umschalten – von grün wohlgemerkt – überfahren nicht mehr noch die Haltelinie sondern versuchen, noch an der Ampel zu halten, wo ein Auffahrunfall nicht vermeidbar ist, wenn man sich zu dicht hinter dem Fahrzeug befindet. Aus dem selbigen Grund kommt es hin und wieder auch gerne mal zu Auffahrunfällen unter den KI-Fahrzeugen.

 

Streckendesign

Beim Streckendesign, das ich mir sowohl im Spiel selber als auch im Editor ausführlich angesehen habe, war ich ziemlich begeistert. Die Chronologie sorgt dafür, dass sich entsprechend zu den jeweiligen Zeitpunkten zur Wende die Objekte oder Straßen austauschen und teilweise tauchen nun sogar Baustellen auf. Bei der Objektvielfalt sowie dem Umgebungsrealismus habe ich nichts zu meckern. Ich bin erstaunt, wie gut man beim OMSI2 die damalige Umgebungssituation wiedergespiegelt hat. Die Mauer verschwindet zum Beispiel von Zeit zu Zeit und die Straße dabei wird entsprechend ausgebaut. Man erkennt den genauen und teils erstaunlichen Unterschied zwischen dem Westgebiet und den Ostgebiet, da die Straßen entsprechend, wie es anscheinend in der Realität nicht anders war, beschädigter und mitgenommener gewesen sind, was man auch an den Häusern spüren kann.  Entsprechend wurden in beiden Teilen die realistischen Verkehrsschilder eingesetzt. Man kann beim OMSI2 somit ein Teil der deutschen Geschichte ziemlich realistisch wiedererleben und sich dadurch alles noch besser und genauer vorstellen und das fasziniert mich sehr. Eine tolle Leistung! Kleinere Mängel konnte ich leider trotz alledem feststellen, wobei unter anderem Markierungen nicht auf dem Asphalt waren, sondern in der Luft schwebten oder eine Ampel nicht entsprechend am Mast angebracht war, sondern auch das Fliegen erlernte.  Außerdem gibt es im Spiel Feuerwerk, was sehr beeindruckend ist, wenn man durch Berlin fährt und Fahrgäste die Fahrgäste aufsammelt – eine sehr schöne Umsetzung, was auch hier und da gewünscht worden ist.

 

Spielumfang

Der allgemeine Umfang des Spiels besteht sehr grob gesehen wieder erfreulicherweise aus dem Hauptspiel sowie einem Editor, um eigene Strecken zu erbauen. Der Editor wird durch die Chronologiefunktion oder einigen anderen Erweiterungen nun auch umfangreicher. Durch das Laden von einzelnen Ordnern ist der Erbauer nun auch nicht mehr dazu gezwungen, alle auf einmal Objekte zu laden, wobei eine solche Funktion als Zusatz gegebenenfalls auch noch zu begrüßen wäre. Den Editor konnte ich leider innerhalb des Testfensters weiter nicht sehr genau überprüfen, weswegen ich darüber noch mal abseits dieses Reviews berichten kann.

Über das meiste wurde in dem Review nun schon berichtet, wie über die neuen Busmodelle oder dem wichtigen Stück deutsche Geschichte, das man miterleben darf. Zudem gibt es wieder die Funktion, eigene Wettereinstellungen festzulegen oder echte Wetterdaten von Wetterstationen zu übernehmen. Auch die Nutzung eines Radiostreams ist nach Eingabe des Streamlinks in den Optionen nutzbar.

Abzufahren sind zur jeweiligen Zeit passende Linien wie die 92/137, 5/130 sowie einige weitere Zusatzlinien oder Sonderfahrten, die an die jeweiligen Zeitpunkte angepasst wurden. Das Menü wurde zum Vorgänger optisch angepasst und wirkt meiner Meinung nach übersichtlicher und moderner. Außerdem werden zum jeweilig gewählten Zeitpunkt entsprechend die aktuellen Ereignisse in einer Box angezeigt. Hier und da gibt es jedoch leider noch kleinere Funktionsprobleme wie bei der Fahrerauswertung beim Beenden einer Fahrt. Einige Bugs werden allerdings bereits von den Entwicklern angegangen.

Desweiteren gibt es in diesem Spiel nun auch einzelne Tutorials zu den im Spiel verfügbaren Situationen, wo der Spieler Schritt für Schritt erlernen kann, wie ein Bus funktioniert oder welche Einstellungen in den Optionen getroffen werden können, was für Neueinsteiger sehr hilfreich sein könnte.

Im Spiel selber gibt es ein neues und optisch verbessertes Menü (gemeint nach dem Laden der Karte!), das sich am unteren rechten Bildschirmrand befindet. Dort kann man, wie bei OMSI 1 in der oberen Leiste, entsprechende Änderungen treffen, wie zum Beispiel einen Bus auswählen/platzieren, die Fahrzielanzeige einstellen oder die Wettereinstellungen ändern.

Probleme gibt es aktuell noch mit dem Einfügen von Material aus dem ersten Teil. Dies soll sich jedoch bald ändern, weswegen man da noch drüber hinwegsehen kann. OMSI 2 arbeitet im Kartenbau nunmal nicht mit dem selben System wie der Vorgänger, weswegen das verständlich ist.

 

Grafik

Im grafischen Bereich gibt es als eine Hauptänderung die Multicore-Unterstützung. Diese Funktion konnte ich mit meinem Zweikernenprozesser nicht ausprobieren. Sind die Einstellungen zu hoch, stürzt das Spiel gewöhnlicherweise ab. Dementsprechend ist es empfehlenswert, dass man erst die Einstellungen so anpasst, wie sich für den Rechner notwendig sind. Vor allem könnte die Deaktivierung von Reflektionen oder die Reduzierung von den dargestellten Objekten in den Optionen helfen, muss jedoch nicht. Mittlerweile gibt es für 64-Bit Nutzer auch eine andere Methode, das Spiel besser zum Laufen zu bekommen, die ich als 32-Bit Nutzer jedoch nicht anwenden kann und es ebenso nichts offizielles ist. Bei mir sind durch die Findung von passenden Einstellungen Abstürze verschwunden, jedoch gibt es noch die gewöhnlichen FPS-Einbüßen am Rathaus Spandau, wobei mein System nicht das Stärkste ist. Gerne treten im Spielverlauf mal Fehlermeldungen auf, die manchmal einfach bestätigt werden können oder das Spiel zum Absturz bringen. Beim Nachladen der Szene kann es entsprechend der Leistungen zu Leistungseinbüßen kommen. Da momentan einige Bugs vorhanden sind und auch Fehlermeldungen gerne mal für Einbüßen im Spielspaß sorgen können, wird es hier leider die meisten Punktverluste geben.

 

Fazit

OMSI 2 ist der Simulator, auf den alle gespannt gewartet haben und man wurde nicht enttäuscht. Wenn jetzt noch die Fehler behoben werden, dann ist es perfekt! Zusätzlich erhält man mit OMSI 2 einen tollen und detaillierten Einblick in die deutsche Geschichte in der Sichtweise eines Busfahrers!

 

Einzelbewertungen


Fuhrpark



8 / 10


KI



8 / 10


Streckendesign



9 / 10


Spielumfang



8 / 10


Grafik



6 / 10

   

Gesamtpunktzahl



39 / 50

 

Gesamtwertung:.........78% (gut)

 

 


Review durchgeführt mit der Version 2.00.04 von OMSI 2.

Achtung: persönliche Erkenntnisse! Diese Punkte könnten mit deinen eigenen nicht übereinstimmen! Innerhalb des Testfensters könnten Dinge unentdeckt geblieben sein, wodurch es nach entsprechender Ansicht möglicherweise Lücken geben könnte.

 

 


So werten wir (Angaben in %):