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Produkteindrücke


Nach einem F1 2015, das nicht wirklich viele Spieler zufrieden stimmte, kam vergangenes Jahr F1 2016 in den Handel. Durch diverse neue und von Fans gewünschte Features, durch die Wiederkehr des Safety-Cars und durch eine Erweiterung im Karrieremodus hatte der Teil voll eingeschlagen - die Zufriedenheit war zurück! Gleichzeitig sorgt solch ein positives Ergebnis auch immer für eine Herausforderung: Einen Nachfolger besser machen. Der Herausforderung hat sich Codemasters stellen müssen. Die Erwartungen waren beim Test nach den 92% vom letzten Jahr recht hoch. Aber der größte persönliche Wunsch von mir war: Eine KI, die Racing zulässt.

Schnell ging es am Releasetag los, da Codemasters ein Vorab-Download via Steam ermöglicht hatte. Nach dem Spielstart findet man in Form von Intro und Menü alt-bekannte Elemente wieder. Am Layout hat sich nicht viel verändert, sodass man sich schnell zurecht finden sollte. Aufgefallen ist mir aber direkt, dass die Tasten für mein Thrustmaster T150 endlich korrekt dargestellt werden. Dies vereinfacht die Bedienung auch gerade während eines Rennens ungemein. In F1 2016 stimmten die dargestellten Tasten überwiegend nicht mit denen des Lenkrades überein.

In den Einstellungen des Spiels stehen euch wieder diverse Optionen zur Verfügung, mit denen ihr das Spielerlebnis auf euren eigenen Rechner zuschneiden könnt. Grafik- und Soundoptionen bieten eine enorme Bandbreite. Aber auch an der Steuerung können Anpassungen vorgenommen werden. Dies war in meinem Fall nicht notwendig, da das Lenkrad und sonstige Peripherien automatisch vom Spiel erkannt und mit den gewohnten Belegungen versehen wurden. Demnach konnte es recht schnell auf die Rennstrecke gehen.

 

Unterschiedliche Spielmodi mit Klassik

Wie bei F1 2016 stehen euch die Spielmodi Karriere, Grand Prix und Zeitfahren zur Verfügung. Bei Grand Prix und Zeitfahren lässt sich zusätzlich auswählen, ob man mit den modernen oder klassischen Rennwagen fahren möchte. In F1 2017 sind insgesamt 12 Weltmeister-Rennwagen aus unterschiedlichen Saisons enthalten. Vom McLaren MP4/6 aus der Saison 1991 bis zum Red Bull Racing RB6 aus dem Jahr 2010 ist eine ordentliche Auswahl geboten. Die unterschiedlichen Rennwagen wurden nach ihrem echten Vorbild umgesetzt. Neben der Optik sind auch das Handlung und die Fahrzeugleistung der jeweiligen Modelle originalgetreu umgesetzt worden. Es macht unfassbar viel Spaß, mit den Fahrzeugen über die normalen Rennstrecken oder den Kurzversionen von Bahrain, Japan, der USA und Großbritannien zu düsen. Im Einzelrennen (Grand Prix) könnt ihr übrigens erstmals auch Multiklassenrennen fahren. Das bedeutet, dass ihr Fahrzeuge unterschiedlicher Jahre auf einer Rennstrecke gegeneinander antreten lassen könnt, diese aber jeweils klassenweise gewertet werden. Sowas gibt es in der echten Formel 1 zwar nicht, aber es wertet das Rennspiel mit einer frischen Idee neu auf. Gleich im Bereich "Karrieremodus" werde ich nochmal auf die klassische Komponente zurückkommen.

Das Zeitfahren ist (ausgenommen von der Fahrzeugwahl) identisch mit dem in F1 2016. Erneut könnt ihr auf allen Rennstrecken inklusive der Kurzversionen gegen alle Spieler weltweit antreten. Eure gefahrenen Zeiten werden erfasst und ihr erhaltet einen Platz in der Rangliste.

Beim Grand Prix können normale Einzelrennen absolviert werden. Dies ist wie beschrieben mit klassischen Fahrzeugen, aber auch mit den modernen Rennwagen aus der laufenden Saison möglich. Auch hier stellen alle Rennstrecken inklusive der Kurzversionen zur Verfügung. In diesem Spielmodus habe ich mein erstes Rennen in F1 2017 absolviert.

 

 

Kampfbereitere KI und bessere Duelle

Je länger man F1 2016 gespielt hat, umso nerviger wurde eine ganz bestimmte Sache: Die KI. Es war zwar möglich, Rennen ohne Unfälle zu absolvieren, in den meisten Fällen musste man selbst aber zurückziehen. Lieber wären mir Rad-an-Rad-Duelle über mehrere Kurven gewesen, denn sowas macht meiner Meinung nach Racing aus. Umso kritischer bin ich dieses Mal mit den virtuellen Mitfahrern auf der Rennstrecke gewesen. Aber Codemasters hat bei diesem Thema wohl tatsächlich auf die Kritik gehört.

Nach meinen ersten Runden habe ich festgestellt, dass man nun sehr wohl über mehrere Kurven neben einem KI-Rennwagen fahren kann, ohne dass er einen zur Seite drückt oder die Ideallinie kompromisslos für sich beansprucht. Auch im weiteren Testverlauf zeigte sich das KI-Verhalten sehr positiv und Situationen wie in F1 2016 gehören mittlerweile der Seltenheit an. Bei Überrundungen verhält sich die KI ebenfalls realitätsnah. Soweit die blauen Flaggen geschwenkt werden und man nah genug am Fahrzeug vor einem herangekommen ist, verlassen die langsamen Fahrzeuge die schnelle Linie und werden langsamer, bis man überholt hat. In vereinzelten Fällen gelingt es der KI nicht, schnell genug Platz zu machen - dies ist in der Realität vereinzelt aber auch der Fall, sodass das kein kritischer Punkt ist. Insgesamt ist mit dieser KI deutlich besseres Racing möglich, als in F1 2016. Dies steigert den Spielspaß demnach auch ungemein.

 

Schneller, breiter, mehr Traktion!

In meinen ersten Rennen habe ich allerdings nicht nur das Fahrverhalten der KI sehr kritisch begutachtet. Auch die Rennwagen der diesjährigen Saison sind von mir genauestens unter die Lupe genommen worden. Direkt ist mir demnach auch ein Punkt aufgefallen, den Codemasters noch anpassen sollte. Die Lackierungen sehen gut aus und entsprechen denen der diesjährigen F1 Teams. Allerdings sind die Teams seit dem Barcelona-GP dazu verpflichtet, große Zahlen an die Fahrzeuge anzubringen, damit Fans schneller und besser erkennen können, welcher Fahrer im jeweiligen Rennwagen unterwegs ist. Diese beschlossene Änderung hat F1 2017 scheinbar bislang noch nicht erreicht. Ob eine Änderung in der Zukunft geplant ist, ist uns bisher nicht bekannt.

Trotz der kleinen Unstimmigkeiten bei der farblichen Optik machen die Fahrzeuge dieses Jahr unfassbar viel Spaß. Nach den enormen Änderungen bei den Regularien seitens der F1-Betreiber und der FIA sind die Fahrzeuge insgesamt breiter. Besonders auffällig sind die breiteren Hinterreifen, die nun eine größere Fläche auf der Straße haben. Und das wirkt sich wiederum auf die Traktion des Fahrzeugs aus, die deutlich besser ist und höhere Geschwindigkeiten in Kurven ermöglichen. Während man in F1 2016 gefühlt wie Seife durch manche Kurven gefahren ist, muss man in F1 2017 bei einigen Kurven nicht mal mehr den Fuß vom Gaspedal nehmen. Die schnelleren Fahrzeuge werden nicht zuletzt durch schnellere Rundenzeiten deutlich. Codemasters hat sich den neuen Regularien im Detail angenommen und die Umsetzung des Handlings ist gelungen! Aber vorsicht: Auch bei ausgeschalteter Traktionskontrolle in den Fahrhilfen sollte man gerade bei langsamen Geschwindigkeiten und in Kurven aufpassen, wann wie Gas gegeben wird!

 

 

Schadensmodell und Defekte

Auch, wenn die KI nun ordentlicher fährt, sind auch eigene Fahrfehler nicht ausgeschlossen. Ehe man sich versieht, ist das Fahrzeug in der Leitplanke. Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein realistisch umgesetztes Schadensmodell. Ihr habt die Wahl zwischen drei unterschiedlichen Schadensmodi, bei denen Teile schneller oder weniger schnell kaputt gehen. Bei den Schäden wurden die aktuellen Sicherheitsbedingungen der FIA berücksichtigt. So sind Reifen weiterhin so am Fahrzeug befestigt, dass sie nicht zwingend quer über die Strecke fliegen können. Dennoch können Teile vom Frontflügel (als Beispiel) abfliegen und auf der Strecke liegen bleiben. Dabei solltet ihr vorsichtig sein, denn auf der Strecke liegende Teile werden nicht durchsichtig und können Schäden an euren Fahrzeugen verursachen.

Erstmals neu sind technische Defekte, die den Motor oder das Getriebe betreffen können. Gerade in Einzel- und Karriererennen passiert es häufig, dass Fahrzeuge mit einem technischen Defekt liegen bleiben. Auch der Motor verschleißt mit der Zeit und sollte im Karrieremodus bei der Verschleißgrenze gewechselt werden. Jede Motoreneinheit lässt sich in einer Saison 4x wechseln - ab dem 5. Mal gibt es Strafversetzungen. Ebenso spielt der Spritverbrauch eine noch größere Rolle und das Spritmanagement ist unabdingbar.

Bei Boxenstopps können Reifen und Frontflügel ausgetauscht werden. Defekte bei Motoreneinheiten führen zum Ausscheiden in Rennen. Optional können bei der Box Fahrhilfen ausgeschaltet werden. Diese betreffen die automatische Einhaltung des Tempolimits bei der Boxeneinfahrt und das automatische Wegfahren aus der Boxenposition. Beide Dinge können manuell ausgeführt werden, sofern es gewollt ist.

 

Karrieremodus mit vielen Extras

Der Karrieremodus in F1 2017 ist sehr umfangreich. Auch dieses Mal findet die volle Aktion der Karriere nicht nur auf der Rennstrecke statt. Viel mehr solltet ihr auch abseits der Strecke auf die unterschiedlichen Aktionen achten, die euch zur Verfügung stehen. Die Forschung & Entwicklung ist noch umfangreicher. So steht euch ein ganzer Baum an Optimierungsmöglichkeiten zur Verfügung, die ihr im Verlauf der Saison auswählen könnt. Dabei ist es aber auch möglich, dass Entwicklungen fehlschlagen. Um Entwicklungen einzuleiten, ist die Investition von Ressourcenpunkten notwendig. Diese erhält man allerdings nur, wenn man Teamziele erfüllt und auch die Aufgaben im Training vollständig absolviert. Solltet ihr nur von einem Rennen ins andere hetzen, dann verliert ihr sehr schnell den Leistungsanschluss und Erfolge werden zur Seltenheit. Bei guten Leistungen und ausreichend Punkten könntet ihr aber mit den guten Teams mithalten.

Gute Leistungen werden zudem damit belohnt, dass ihr auch hier klassische Rennwagen bewegen dürft. In der Karriere kommen Personen, die euch anbieten, an Events teilzunehmen. Danach habt ihr eine kleine Auswahl an Events. So gibt es beispielsweise eine Verfolgungsherausforderung, bei der ihr mit dem Renault aus dem Jahr 2006 innerhalb einer vorgegebenen Zeit alle Fahrzeuge vor euch überholen müsst. Diese Events sorgen innerhalb der Karriere für noch mehr Abwechslung. Insgesamt besteht der Karrieremodus nicht nur stumpf aus dem Abarbeiten des Rennkalenders. Man verbringt viel Zeit an den jeweiligen Rennstrecken, ohne dass es langweilig wird!

 

 

Safety Car im Winterschlaf

Ein Rennwochenende besteht im Regelfall aus Training, Qualifying und Rennen. Alle Abschnitte ließen sich im Test ohne merkliche Probleme spielen. Das Safety Car kommt allerdings zu selten auf die Strecke, was nicht zuletzt daran liegen könnte, dass die virtuellen Rennfahrer ohne mechanische Defekte kaum Fehler machen. Im gesamten Testverlauf gab es lediglich eine reine SC-Phase und diese lief nicht ganz rund. So haben sich die schriftliche Anweisung auf dem Bildschirm und die mündliche Anweisung über das Team-Radio widersprochen. Zum Schluss stimmte das, was auf dem Bildschirm stand, jedoch wäre hier eine Anpassung wünschenswert. Die Virtual Safety Car Phase trat häufiger auf und diese funktionierte weitestgehend wie gewünscht. Man sollte jedoch darauf achten, nicht zu früh aufs Gas zu treten.

 

Auch der Multiplayermodus mit Problemen

Erneut gibt es einen Multiplayermodus, bei dem ihr gegen andere Spieler weltweit antreten könnt. Zum einen gibt es wieder Lobbys, die von euch angelegt werden können und denen andere Spieler beitreten. Alternativ könnt ihr auch das neue Matchmaking nutzen, bei dem eure Fähigkeiten je nach Vorgaben und Fahrhilfen ermittelt werden und ihr dann einer Lobby automatisch zugeordnet werdet. Eine lokale Mehrspielermöglichkeit oder einen Splitscreenmodus sucht man auch in F1 2017 wieder vergebens.

Das Fahren gegen andere Spieler bereitet Spaß, sorgte bei mir insbesondere in der Startphase eines Rennens aber auch für Probleme. Gerade nach dem Rennstart hat das Spiel Probleme damit, die jeweiligen Positionen der Fahrzeuge zu synchronisieren. Das führt dazu, dass Fahrzeuge teils stark vor oder zurück teleportiert werden. Resultate daraus können Unfälle sein. Bislang war es mir noch nicht möglich zu ermitteln, ob das Problem nur bei uns oder auch bei anderen Spielern auftritt. Mit dem Rennverlauf werden diese Teleportierungen zwar weniger, aber dennoch ist dies ein Aspekt, der sehr störend sein kann. Rad-an-Rad-Duelle werden so schwierig. Synchronisationsprobleme hatte es unter F1 2016 so gut wie gar nicht gegeben.

 

Das Fahrzeug spüren!

Force Feedback ist etwas, was sich viele Spieler wünschen, die ein Lenkrad für die F1-Rennspiele nutzen. Zum Test von F1 2016 stand mir leider noch kein Lenkrad zur Verfügung - dieses kam erst zum Anfang des Jahres. Das Force Feedback hielt sich dann aber in Grenzen. In F1 2017 sieht das ganze aber schon deutlich besser aus. Mit dem Lenkrad kann man Unebenheiten an der Strecke spüren - sei es der unebene Straßenbelag in Monaco oder die Randsteine. Dies macht die Simulation des Renngeschehens nochmal realistischer.

 

 

Gute Optik auch in der Mittelklasse

Gerade Spieler, die nicht den besten PC besitzen, können aufatmen. Auch auf Rechnern der mittleren Preisklasse lassen sich ordentliche grafische Ergebnisse erzielen. Wer im Rahmen der Mindestanforderungen liegt, hat nichts zu befürchten. Das Spiel läuft solide und optisch gibt es nochmal Besserungen im Vergleich zum Vorgänger. Gerade die Nachtrennen in Singapur oder Bahrain machen so einiges her. Die neu hinzugekommene Nachtversion von Monaco ist ebenso ein Hingucker! Partikeleffekte sind schön umgesetzt worden und auch das Fahren beim Regen macht bei konstanten FPS optisch viel Spaß. Besitzer einer PS4 Pro, Käufer einer Xbox One X oder besitzer eines guten PCs können in Kombination mit einem passenden Bildschirm sogar 4K und HDR genießen.

Bei den Sounds ist ebenso alles stimmig und die Motorensounds wirken realistisch. Die Tribünen sind gefüllt und Lautsprecherdurchsagen schaffen weiteren Realismus. Während eines Rennens steht wieder das Teamradio zur Verfügung, bei dem die Spracherkennung ohne Komplikationen gut funktioniert. Lediglich die Weisungen sind nahezu alle vom Vorgänger übernommen worden. Hier würde mehr Abwechslung gut tun.

 

 

 

 

Einzelwertungen


Nun komme ich zu den Einzelwertungen. Die Punkte für die nachfolgenden 5 Wertungsaspekte sind in der Tabelle unterhalb der Beschreibungen zu finden! Um für mehr Transparenz und eine schnelle Übersicht zu sorgen, werden Wertungsfaktoren nicht mehr als Text, sondern stichpunktartig in Tabellen dargestellt! Das Fazit gibt es in Textform weiterhin unten!

 

Fahrzeuge

Positiv Negativ
  • Umsetzung gemäß neuer Regularien
  • alle Teams und Fahrer der aktuellen Saison
  • klassische Rennwagen enthalten inkl.
    realistischer Fahreigenschaften
  • realistisches Handling und gute Traktion
  • Schadensmodell nach FIA-Sicherheitsregeln
  • mechanische Schäden erstmals enthalten
  • erweiterte Motorkomponenten mit Verschleiß
  • Lackierungen nicht auf dem aktuellen Stand
  • TV-Kamera nicht korrekt

 

Fahrspaß / Realismus

Positiv Negativ
  • Rad-an-Rad-Zweikämpfe durch verbesserte
    KI möglich; KI bleibt nicht zwanghaft
    auf der Ideallinie
  • optionale Fahrhilfen
  • SC und VSC vorhanden
  • Einstellungsmöglichkeiten durch Multi-
    funktionsanzeige im Rennen
  • Team-Radio per Spracheingabe möglich
  • manuelle Starts mit Kupplung verfügbar
  • manuelles Losfahren in der Box möglich
  • Fahrzeugteile bleiben auf der Strecke liegen
    und können Schäden verursachen
  • nicht synchroner Spielfluss zum Start eines
    Rennens im Multiplayer
  • keine mechanischen Defekte im Multiplayer
  • SC tritt jedoch zu selten auf
  • Widerspruch zwischen Text und sprachlicher
    Anweisung sorgen in SC-Phase für Verwirrung
  • Teammate-Bug sorgt für Probleme im Karriere-Modus
  • teils falsch wirkende Leistungen der KI-Fahrer

 

Streckendesign

Positiv Negativ
  • Rennkalender gemäß laufender Saison
  • authentisch wirkende Strecken mit originaler
    Streckenführung
  • Kurzversionen von vier Rennstrecken enthalten
  • angepasste Streckenverläufe (bspw. Baku)
  • Randsteinlackierungen nach Vorbild
  • Monaco bei Nacht
  • keine klassischen Rennstrecken vorhanden
  • ausgewiesene Auslaufstrecken fehlen teilweise
    (bspw. in Kanada und Italien)

 

Grafik / Sounds

Positiv Negativ
  • optisch ansprechende Grafik
  • schöne Reflektionen in der Nacht
  • HDR und 4K-Unterstützung bei ausreichender
    Hardware
  • ordentliche Partikeleffekte
  • authentisch wirkende Soundkulisse
  • umfangreiche Optionen
  • konstanter FPS-Wert
  • Sprachanweisungen größtenteils wie im
    Vorgänger

 

Umfang (Preis/Leistung)

Positiv Negativ
  • klassische Komponente
  • erweitertes F&E-System für Fahrzeugupgrades
  • weibliches Avatar steht zur Auswahl
  • Siegerehrungen auch im Multiplayer-Modus
  • mechanischer Verschleiß
  • Motoreneinheiten können im Saison-Verlauf
    durch Verschleiß gewechselt werden
  • zu viele Ersatzteile sorgen für Strafen
  • unterschiedliche Multiplayer-Modi
  • Multiplayer-Saison erneut unterstützt
  • lizenzierte Inhalte der aktuellen Saison
    (Fahrer, Strecken, Sponsoren...)
  • Aktionen in der Hospitality-Area möglich
  • Vertragsangebote anderer Teams im
    Saisonverlauf
  • nützliche Statistiken in der Karriere
  • unterschiedliche Spielmodi
  • diverse Lenkräder werden unterstützt
  • Fahrzeugsetups via Workshop beziehbar
  • Ranglisten beim Zeitfahren zum Vergleichen
  • KI-Schwierigkeitsgrad nun von 0 bis 110
    einstellbar; nicht mehr stufenweise
  • Zwischenspeicherungen möglich
  • Rückblenden verfügbar
  • ausführliches Sprit- und Reifenmanagement
  • Pfeile zeigen, wo sich Gegner befinden; werden
    rot, sofern ein Gegner neben jemandem ist
  • kein Splitscreen-Modus
  • kein lokaler Multiplayer via LAN
  • Bugs mit Auswirkungen auf das Gameplay
    (Safety Car, Überrundungen)
  • keine Gespräche mit Presse möglich 
    (wie in früheren Teilen)
  • gelegentlich Spielabstürze in Ladefenstern
  • kein vollständiges Fahrerfeld im Rennen
    einsehbar (HUD) / keine realen Einblendungen
  • fehlende Replay-Funktion im Multiplayer
  • fehlende Highlights nach Rennen

 

 

Änderungen 11. Februar 2018:

F1 2017 ist nun seit einem halben Jahr im Handel und in der Zwischenzeit hat das Spiel auch einige Aktualisierungen erhalten. So ist ein lokaler Mulitplayer via LAN hinzugekommen und Spielabstürze bei Ladefenstern gehören überwiegend der Vergangenheit an.

In Referenz ist beobachtet worden, dass technische Defekte / Safety Cars im Multiplayermodus weiterhin gar nicht oder viel zu selten auftreten. Im Internet gelesene Kritik im Rahmen von "zu viel Regen" können wir nur teilweise nachvollziehen. Es könnte teilweise weniger Regen sein, jedoch ist er nicht immer störend. Der Teammate-Bug, der besonders bei McLaren zu einem Problem in der Karriere wird, ist bis heute nicht behoben worden. Codemasters konnte demnach noch keine Lösung finden.

Zuletzt haben die Entwickler die Lackierungen der Fahrzeuge schon vor einigen Wochen auf den aktuellen Stand gebracht. Das Fahrerfeld ist beim Stand vom Start der Saison 2017. Die getauschten Fahrer wurden in den Updates nicht berücksichtigt. Zudem sind Fahrer einiger Teams teilweise viel zu schwach eingestuft. Dazu zählen unter anderem Max Verstappen (Red Bull Racing) und Lance Stroll (Williams Martini Racing).

Auf Basis der Änderungen und Referenzen haben wir entschieden, dass die Wertung von 86 % weiterhin angemessen ist. Trotz der Ergänzung des LAN-Modus und der Absturzfixes sorgen insbesondere der Teammate-Bug und nicht komplett realistische Leistungen für Minderungen. Für den Teammate-Bug hat Codemasters provisorisch die Leistung der McLaren erhöht. 

 

 

Fazit und Punkte


Mit F1 2017 ist Codemasters der Anschluss an den Vorgänger gelungen. Nachdem man bei Vorgängern vereinzelt mit inhaltlichen Kürzungen konfrontiert wurde, finden sich in F1 2017 auch alle neuen Inhalte, die mit F1 2016 hinzugekommen sind. Zusätzlich hat sich das Entwicklerteam daran begeben, das Rennspiel mit Zusätzen wie einer erweiterten Forschung & Entwicklung, neuen Trainingseinheiten und klassischen Inhalten zu erweitern. Aber auch die KI hat dazugelernt, sodass bis auf Ausnahmen ordentliche Rennduelle möglich sind. Die neuen Fahrzeuge machen Spaß und man spürt die höhere Leistung auch virtuell. Fehlerfrei ist das Spiel zwar nicht, aber insgesamt ist mit F1 2017 wieder ein tolles Gesamtpaket gelungen. Und nun geht's zurück auf die Strecke!

Kaufempfehlung: Ja

 

 

Einzelbewertungen


Fahrzeuge



9 / 10


Fahrspaß/
Realismus



8 7 / 10


Strecken



9 / 10


Grafik + Sound



9 / 10


Umfang
(Preis/Leistung)


8 9 / 10

   

Gesamtpunktzahl



43 / 50

 

Prozentuale Wertung (10.09.17):.................86 % (gut)

Prozentuale Wertung (11.02.18):.................86 % (gut)

 

 


Review durchgeführt mit V1.6.0 von F1 2017 (Aktualisierung am 11.02.2018 mit Version 1.11.0).
Alle Aktualisierungen wurden im Test berücksichtigt. Das Spiel wurde im Vorverkauf zum Preis von 54,99€ bei Steam erworben.

Reviews im Race-Sim-Net werden durch die eigenen Erkenntnisse der Autoren verfasst. Wie in vielen Bereichen kann es natürlich zu Meinungsverschiedenheiten kommen! Innerhalb des Testfensters könnten Dinge unentdeckt geblieben sein, wodurch es nach entsprechender Ansicht möglicherweise Lücken geben könnte.


So werten wir (Angaben in %):

 

 

 

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