.

 

Produkteindrücke


2014 hatten wir bereits die Möglichkeit, Train Fever zu testen. Da letzteres Spiel bei uns im Test damals ziemlich gut abgeschnitten hat, geht man dieses Mal direkt mit recht hohen Erwartungen an den Test heran.

 

Überraschung zu Beginn

Ein sehr fixer Start des Spiels hält gleich die erste Überraschung bereit! Dabei spreche ich nicht davon, dass sich das Menü - anders als in Train Fever - nun auf der rechten Seite befindet. In Transport Fever gibt es neben dem freien Spiel jetzt nämlich auch einen Kampagnenmodus! Nach dem Prüfen der Grafikoptionen und dem Spielen des Tutorials, weches alle Grundlagen des Spiels erklärt, habe ich mich dann auch direkt an die Kampagne herangewagt.

 

 

Die Geschichte erleben!

Der Kampagnenmodus ist insgesamt in zwei Regionen aufgeteilt. Auf der einen Seite gibt es eine europäische Kampagne und auf der anderen Seite eine amerikanische. In beiden Kampagnen gibt es genau 7 Missionen, in denen sehr nachvollziehbare Situationen der letzten 150 Jahre simuliert werden. In Amerika sind es beispielsweise Probleme mit Indianern und in Europa muss man die Nahrungsversorgung während des 1. Weltkrieges sicherstellen. In jeder Mission muss man bestimmte Orte oder Industrien verbinden, um geforderte Waren herzustellen oder um Personen von A nach B zu bringen. Anhand der Beschreibung hört sich das jetzt recht unspektakulär an, allerdings ist es das ganz und gar nicht! Bei jeder Missionen gibt es eine logisch zusammenhängende Geschichte, an der sich die Aufgabenabfolge orientiert. Ist eine Aufgabe abgeschlossen, geht es mit der nächsten weiter und damit auch die Geschichte. Übrigens muss man sich die teils langen Geschichten auch nicht durchlesen. Die Texte werden einem in Deutsch authentisch vorgelesen! Wem die Aufgaben nicht reichen, der wird in manchen Missionen auch gelbe Fragezeichen vorfinden. In der Regel gibt der Sprecher euch einen Hinweis auf diese Fragezeichen. Sobald ihr diese anklickt, erhaltet ihr noch eine zusätzliche Aufgabe, für die meist nicht immer Verkehrsmittel benötigt werden.

Die Aufgaben in der Kampagne sind sehr anspruchsvoll und können sich als echte Herausforderung entpuppen. Glücklicherweise ist jemand zur Stelle, wenn das Geld mal knapp wird, damit man sich einen zinsfreien Kredit aufnehmen kann. Jedoch sollte dies nicht unbedingt zum normalen Umstand werden. Die Kampagne ist aber auf jeden Fall eine sehr gute Methode, um sich in einige Situationen der Vergangenheit hineinzuversetzen und diese mal aus dem Blickfeld eines Verkehrsplaners zu sehen. Mit dieser neuen Spielmöglichkeit haben die Entwickler von Urban Games definitiv keinen Fehler gemacht!

 

 

Freiheit im freien Spiel & Entwicklung in Zeit

Das freie Spiel gibt es neben dem Kampagnenmodus aber weiterhin. Zu Beginn hat man -ähnlich wie in Train Fever - weiterhin die Auswahl zwischen der Geländeart (Einfach, Mittel, Schwer), dem Startjahr (1850, 1900, 1950) und der Region (Europa, Amerika). Bei dem Startjahr kann man alternativ aber auch noch Jahre zwischen den vorgegebenen Jahren wählen. Das späteste auswählbare Jahr ist 1990.

Wer die gesamte Transport-Entwicklung erleben möchte, dem empfehle ich den Start im Jahr 1850. Es beginnt nicht nur damit, dass man alle Fahrzeugepochen in ihrer Fortentwicklung miterlebt. Auch stehen einem nicht direkt alle Verkehrsmittelarten zur Verfügung. Flugzeuge folgen nach Schiffen, die wiederum nach Zügen folgen, die auch erst nach den Straßenfahrzeugen freigeschaltet werden.

Im Verlauf von über 150 Jahren lernt ihr viele unterschiedliche Fahrzeuge, Züge, Schiffe und Flugzeuge kennen, die mit der Zeit auch wie im realen Leben wieder verschwinden, da sie nicht für immer produziert werden. Jedes Verkehrsmittel nutzt zudem mit den Jahren ab und muss nach Erreichen der Lebensdauer ausgetauscht werden. Anders als in Train Fever wird dies in Transport Fever auch optisch sichtbar. Es gibt mit der Zeit sehr deutliche Gebrauchsspuren, die das Modell zum Ende der Lebenszeit nicht mehr wirklich attraktiv machen.

Entwicklungen sieht man nicht nur bei allen Verkehrsmitteln, sondern auch bei den Bürgern, an den Städten oder verfügbaren Stationen. Je nach Jahr verändern sich die Häuser. Zu Beginn gibt es recht unattraktiv aussehende Gebäude, während mit der Entwicklung immer modernere Gebäude und sogar Hochhäuser in der Stadt entstehen können. Auch bei Bahnhöfen, Bushaltestellen und co. sieht man Entwicklungen. So verändert sich bei Bahnhöfen unter anderem der Belag des Bahnsteigs, die Bedachung gleicher und auch das Bahnhofsgebäude selbst.

In meiner Testwelt bin ich mittlerweile im Jahr 2000 angelangt und die Welt hat sich stark verändert. Ein kleines Dorf hat sich so gewissermaßen zur Hauptstadt der Spielwelt entwickelt, in der alle Zuglinien irgendwann mal halten.

 

 

Frachtransport auf Straße, Wasser, Schiene und...?

Frachttransport spielt ein Transport Fever eine noch größere, als in Train Fever. In Train Fever sind die Frachtarten recht überschaubar gewesen und man musste nicht viele Schritte durchgehen, bis man fertige Güter erhalten hat. In Transport Fever ist das aber anders. Man hat zahlreiche neue Frachttypen und Güter, die es so gar nicht mehr gibt, sind nicht immer mit nur 1-2 Schritten hergestellt.

Wer Lebensmittel herstellen möchte, muss lediglich Getreide oder Vieh zu einer entsprechenden Fabrik bringen, die Lebensmittel herstellt. Diese können dann wiederum in die gewünschten Städte geliefert werden. Das ist eine einfache Frachtkette. Komplizierter wird es aber beispielsweise bei der Herstellung von Maschinen, wenn das Gelände oder das Budget nichts anderes zulässt. Auf meiner Testkarte benötige ich für Maschinen Kunststoff und Stahl. Zwei Produkte, die unterschiedliche Entwicklungsketten genießen. Um an Stahl zu kommen, muss zunächst Eisenerz und Kohle von entsprechenden Werken zu einem Stahlwerk transportiert werden. Das fertige Stahl muss wird erst dann zur Maschinenfabrik geliefert. Für Kunststoff benötigt man aber Öl oder sehr viel Getreide. Da Öl in der Nähe der Kunststofffabrik zur Verfügung stand und Öl eine schnellere Kunststoffproduktion ermöglicht, habe ich mich dafür entschieden. An Öl kommt man allerdings auch erst, wenn Rohöl von einem anderen Werk in der Raffinerie verarbeitet wird. Insgesamt kommt man so auf ein sehr komplexes Gütertransportnetz, bevor man dann endlich das gewünschte Endprodukt erhält. Stört ein Teil in der Transportkette, kommt die nahezu gesamte Produktion des Endproduktes ins Stocken.

Mir gefällt das komplexe Frachtsystem sehr gut, denn neben den Passagiertransporten hat man so nochmal zusätzliche Herausforderungen im freien Spiel. Frachttransporte sind mit Straßenfahrzeugen, Zügen und Schiffen möglich. Frachtflugzeuge gibt es allerdings nicht. Möglicherweise könnte das den zum Teil geringen Abständen zwischen den Fabriken geschuldet sein. Für die Verteilung in den Städten könnte es aber gerade bei großen Karten manchmal Vorteile erbringen. Das Produktionspotential zum Befüllen eines Fliegers ist da.

 

 

Einfache Modernisierung

Straßenbahnlinien, Buslinien, Frachtlinien, Zuglinien, Fluglinien und Linien für den Schiffverkehr lassen sich ähnlich einfach wie in Transport Fever einrichten, wenn man sich einmal in den ganzen Möglichkeiten und Fenstern zurechtgefunden hat. Ab und an wollen Schienen aber mal nicht so, wie man selbst will, sodass man erstmal noch ein 2. Mal ansetzen muss.

Neue Bahnhöfe können nun durch Upgrades platziert werden, sodass zunächst kein Abriss erfolgen muss. Auch muss man nicht erst Wohnhäuser abreißen, bevor man Straßen verlegt. Straßen lassen sich nun durch Häuser bauen und die Häuser werden nach der Baubestätigung automatisch plattgemacht. Auch ist die Sache mit den Hauptverbindungen nicht mehr so problematisch. Man wird jetzt nicht mehr daran gehindert, diese zu zerstören. Man erhält lediglich eine Warnmeldung, dass man die Hauptverbindung wiederherstellen soll.

Insgesamt macht sowohl die Kampagne, als auch das freie Spiel sehr viel Spaß!

 

 

 

 

Einzelwertungen


Nun komme ich zu den Einzelwertungen. Die Punkte für die nachfolgenden 5 Wertungsaspekte sind in der Tabelle unterhalb der Beschreibungen zu finden!

 

Fuhrpark

Der Fuhrpark besteht aus zahlreichen Fortbewegungsmitteln, die je nach Epoche kommen und gehen. Insgesamt gibt es 165 individuelle Fahrzeuge, wobei es hier Unterschiede zwischen Europa und Amerika gibt. Der gesamte Fuhrpark steht im Spiel nie komplett zur Verfügung, denn die Entwickler haben die Baujahre berücksichtigt. Vom Jahr 1850 bis 2000 durchläuft man eine sehr interessante Entwicklung und erlebt, wie Transportmittel immer schneller und moderner werden. Auch schaltet man sich mit Zügen, Schiffen und Flugzeugen nach und nach immer mehr Arten der Personen- und Frachtbeförderung frei.

Fahrzeuge müssen durch die Abnutzung regelmäßig ausgetauscht werden. Zum einen geben eine Statistik und Warnmeldungen den Hinweis, dass ein Fahrzeug veraltet, andererseits sieht man dies ab Transport Fever aber auch am Fahrzeug selbst. Mit dem Betrieb treten Gebrauchsspuren und Rost auf, sodass ein stark gealtertes Fahrzeug nicht mehr wirklich anschaulich ist. Apropos anschaulich: Ihr könnt Fahrzeuge mit Logo - bei Bedarf auch mit eigenen - ausstatten!

Anders als in Train Fever sind Fahrzeuge nun nicht mehr undurchsichtig, sondern haben einen sichtbaren Innenraum. Steigen Fahrgäste ein, besteht die Möglichkeit, diese im Fahrzeug samt Innenraum auch zu sehen. Dabei handelt es sich 1:1 um die Fahrgäste, die auch an den Haltepunkten stehen. Auch gibt es neue Beleuchtungen mit Scheinwerfern und Rücklichtern. Zusätzlich erhält man die Möglichkeit, bei den Fahrzeugen direkt mitzufahren. Angezeigt wird der Linienname, der nächste Haltepunkt und die derzeit gefahrene Geschwindigkeit. Diese Perspektive ist ganz praktisch, wenn man für einen Moment selber einfach mal in der eigenen virtuellen Welt mit einem Verkehrsmittel mitfahren möchte.

Der Fuhrpark ist groß, unserer Meinung nach aber leider noch nicht ganz ohne Lücken. So ist es beispielsweise nicht möglich, Frachten per Flugzeug zu transportieren, was eventuell in größeren Welten und vielen auseinander liegenden Städten praktisch sein könnte. Außerdem werden bei Zügen und Schiffen für feste und flüssige Materialien andere Fahrzeuge genutzt. Bei den LKW scheint dies allerdings nicht so zu sein, denn auch Öl oder Treibstoff kommt in einen Sattelauflieger, anstatt in einen Tankauflieger. Dies wäre auf jeden Fall ein nettes Detail, was noch ergänzt werden könnte, um den Fuhrpark weiter zu vervollständigen!

 

 

KI

Die KI macht in Transport Fever einen sehr ordentlichen Eindruck und funktioniert dementsprechend gut. Im Spiel ist jede virtuelle Person mit einer eigenen ID versehen und ein selbstständiges Individuum mit Arbeitsplatz und Wohnort. Demnach werden Personen nicht willkürlich auf der Welt gespawnt und entfernt.

Die Menschen suchen Haltepunkte auf, die in ihrer Reichweite liegen. Glücklicherweise sieht man in dem Spiel sehr deutlich, wie groß die Reichweite eines Haltepunktes ist. So neigt man dann auch weniger dazu, zu viele Haltestellen auf zu kurzer Distanz zu setzen. Dieses Problem hatte ich persönlich nämlich im Vorgänger.

Wie in der Realität gibt es nicht direkt mit dem Jahr 1850 Verkehr auf den Straßen. Erst zwischen dem Jahr 1900 und 1915 konnte ich wenige Autos auf den Straßen ausmachen, bis im Jahr 2000 sehr viele Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind. Die Autos sorgen ärgerlicherweise für Verkehrsverstopfungen, sodass man sich manchmal wünscht, dass es doch wieder ins 19. Jahrhundert zurück geht. Das stärkere Verkehrsaufkommen hängt aber auch mit dem Städtewachstum zusammen, der meiner Meinung nach ebenfalls sehr gut simuliert wird. Städte wachsen, Straßen und Gebäude werden moderner - letzteres gilt im übrigen auch für Haltestellen und Bahnhöfe.

Kleinere Optimierungen wären noch bei den Autos wünschenswert. Gerade auf zwei- bzw. dreispurigen Straßen scheinen die Fahrzeuge sich lieber alle auf einer einzigen Spur einzureihen, anstatt sich zu verteilen. Auch problematisch, wenn 100km/h erlaubt sind und der schnellere LKW (Höchstgeschwindigkeit 100) hinter einem langsameren LKW (80) hinterher fährt , anstatt eine Alternativspur zu nutzen, die es in diesem Fall geben würde.

Im Bereich Fracht bauen sich die Firmen aus, sobald mehr Bedarf an Gütern besteht und nutzen Linien - sofern verfügbar - um Waren zu transportieren. Auch Umladungen von Zügen auf Schiffen sind ohne Probleme möglich und der Zwischenstopp bringt sogar Profit ein. Leider gibt es ab und an unnachvollziehbare Einbrüche der Produktionen und Produkte werden manchmal gar nicht erst produziert. Das ist recht schade.

 

 

Kartendesign

Am Kartendesign gibt es in diesem Test keine Einwände. So gibt es unterschiedliche Kartengrößen mit unterschiedlichen Geländeformen von ebenerdig (Einfach) bis bergig (Schwer), die eine weitere Herausforderung im Spiel darstellen können. Berge sind mit Felsbrocken versehen, Fabriken werden logisch auf der Karte verteilt und Wälder gibt es auch zum Teil dichter, als noch in Train Fever. Je mehr Bäume auf engem Raum zusammen stehen, desto eher ändert sich auch die Wiese in einen Waldboden. Felder für Landwirtschaften befinden sich in der Regel nur noch in der Nähe von Bauernhöfen. Für den Schiffverkehr zieren schöne und schiffbare Flüsse die Umwelt.

 

 

Bedienung

Grundlegend ist die Bedienung mit der von Train Fever vergleichbar. Verbesserungen gibt es in manchen Teilen aber trotzdem. Wie oben bei der KI erwähnt, lassen sich die Reichweiten von Haltestellen anzeigen. So ist es möglich, Haltepunkte für Busse besser einzusetzen oder zu überlegen, wann ein zweiter Straßenanschluss für einen Bahnhof sinnvoll sein könnte.

Wenn man schon beim Thema "zweiter Straßenanschluss" ist, dann lässt sich perfekt auf eine weitere Neuerung einleiten. In Transport Fever ist es möglich, viele Stationsarten aufzurüsten, ohne die Station vorher abreißen zu müssen. Zu den Aufrüstoptionen bei Bahnhöfen zählen unter anderem der zweite Straßenanschluss, mehr Bahnsteige oder die Bahnhofslänge. Auch das Gebäude kann so problemlos getauscht werden, sofern es eine modernere Version gibt.

Vereinfachungen im Bereich Bedienung gibt es auch in Bezug auf Hauptrouten. Während der Abriss von Hauptstrecken in Train Fever nur möglich war, wenn man eine Ersatzroute angelegt hat, kann man die Straßen in Transport Fever ohne Einschränkungen abreißen. Voraussetzung ist hier aber, dass man danach wieder eine neue Hauptroute einrichtet oder Lücken wieder schließt. Anderenfalls gibt es laufend Warnmeldungen, dass eine Route unvollständig ist.

Zuletzt ist es nun auch möglich, Schienenkreuzungen anzulegen, die in Train Fever so nicht möglich gewesen sind. Selbige können hin und wieder auch für Ärger sorgen. Manchmal möchte das Spiel eine andere Gleiskreuzung anlegen, als man selbst tatsächlich will. Hin und wieder muss man so drei Mal ansetzen, bevor das Vorhaben vom Spiel richtig umgesetzt wird und der Bau abgeschlossen werden kann. Geduld ist beim Gleisbau so ab und an gefragt. Auch der Straßenbau geht nicht immer reibungslos vonstatten, denn manchmal soll die Straße in einem ungewollten Winkel zur Anschlussstrecke angeschlossen werden.

Die Kameraführung erfolgt durch Berührung der Bildschirmränder. Ab und an tritt hier aber das Problem auf, dass die Kamera nicht nach rechts möchte, wenn ich den rechten Bildschirmrand berühre. Dies ist allerdings nicht immer der Fall.

Fenster sind übersichtlich gehalten, wobei man sich zu Beginn erst zurecht finden muss und einige Funktionen auch nach längerer Spielzeit immer mal wieder neu gesucht werden müssen. Dafür sind die Säulendiagramme zur Darstellung der Einnahmen und Ausgaben bei den jeweiligen Fahrzeugen sehr anschaulich und verraten direkt, ob das Fahrzeug überhaupt Gewinn bringt.

 

 

Grafik & Sound

Transport Fever hat eine optisch ansprechende Grafik. Landschaften wirken dadurch authentisch. Auch die Texturen sind - je nach Grafikeinstellungen - scharf und sehr ordentlich. Optische Fehler wie das Flackern von Straßen oder Bahnschienen an Bahnübergängen sind gänzlich verschwunden. Bemerkbar ist das Flackern aber weiterhin an Kreuzungen, wo sich viele Verkehrswege und Tramschienen kreuzen. Insgesamt ist das Spiel während des Tests sehr stabil gewesen. Nur bei der Platzierung größerer Gebäude hat das Spiel recht stark geruckelt - erst recht, wenn viel Terrain im Umkreis an das Gebäude angepasst werden muss. Einen weiteren Minuspunkt gibt es beim Abschluss der Bürgersteige. Wechselt man von einer städtischen Straße zu einer anderen Straße ohne Bürgersteig, so muss der Bürgersteig beendet werden. Dies erfolgt auch soweit korrekt, nur gibt es am Endpunkt keinen Bordstein, sondern ein Loch, durch das man auf das Gras unterhalb des Bürgersteigs sehen kann.

Beim Sound gibt es keine Mängel. Fahrzeuge und Landschaft wirken durch eine Vielfalt an Sounds sehr authentisch. Ein großes Plus ist die sprachlich lebendige Wiedergabe von Texten in der Kampagne, sodass man diese nicht zwingend selbst lesen muss.

 

 

Umfang (Preis/Leistung)

Transport Fever kostet auf Steam aktuell 31,99€, wobei das Spiel von Train Fever Spielern reduziert gekauft werden kann. Im Verhältnis zum Inhalt ist der Preis in Ordnung. In Transport Fever  gibt es ein freies Spiel und einen Kampagnenmodus. Im Kampagnenmodus erwarten euch einige Missionen auf zwei unterschiedlichen Kontinenten. Diese sind sehr unterschiedlich gestaltet und an realen Gegebenheiten orientiert. Damit kommt entsprechende Abwechslung zustande und der Modus sorgt für zusätzliche Spielstunden.

Generell gibt es zahlreiche neue Frachttypen, die mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln transportiert werden können und manchmal sehr viele Vorbedingungen aufweisen. Möglicherwiese kann dies etwas überfordernd sein, allerdings gefällt mir die derartige Komplexität der Frachtsimulation sehr gut.

Durch die Simulation verschiedener Epochen wird einem insgesamt auch optisch viel geboten. Viele Fahrzeuge und die Stadtentwicklung sorgt für ein interessantes Eintauchen in die Geschichte der Verkehrsmittel.

Die neuen Lichter an den Fahrzeugen eröffnen aber mindestens einen neuen Wunsch an das Spiel: Einen Tag-Nacht-Zyklus! Aktuell ist es in Transport Fever nämlich ständig Tag. Wobei sich mir die Frage gestellt hat, ob die Engine dann nicht erst recht an die Grenzen kommt, denn aktuell scheinen diese langsam aber sicher erreicht zu sein.

 

 

 

Fazit und Punkte


Mit Transport Fever ist etwa 2 Jahre nach Train Fever wieder eine solide Wirtschaftssimulation erschienen. Es gibt einige Neuerungen, wobei man leider auch noch kleinere Probleme aus dem Vorgänger übernommen hat und die Bedienung noch kleinere Verbesserungen erhalten könnte. Ansonsten lässt sich das Spiel aber ordentlich spielen und sorgt gerade wegen dem neuen Kampagnenmodus für viele abwechslungsreiche Spielstunden. Die Epochen-Simulierung von 1850 bis etwa 2000 ist auch weiterhin ein sehr gutes Konzept, welches zusätzlich Spaß bereitet. Wer Train Fever gerne gespielt hat und Fan von Wirtschaftssimulationen ist, der findet auch sehr schnell Gefallen an Transport Fever. Ich - als begeisterter Spieler vom "Verkehrsgiganten" - freue mich über jede gelungene moderne Wirtschaftssimulation aus diesem Bereich - so auch über Transport Fever!

 

 

Einzelbewertungen


Fuhrpark



8 / 10


KI



8 / 10


Kartendesign



10 / 10


Bedienung



7 / 10


Grafik + Sound



8 / 10


Umfang
(Preis/Leistung)


9 / 10

   

Gesamtpunktzahl



50 / 60

 

Prozentuale Wertung:.................83 % (gut)

 

 


Review durchgeführt mit Stabilitätspatch #1 von Transport Fever.
Alle Aktualisierungen wurden im Test berücksichtigt. Wir danken Astragon Entertainment für die Ermöglichung des Reviews!

Reviews im Race-Sim-Net werden durch die eigenen Erkenntnisse der Autoren verfasst. Wie in vielen Bereichen kann es natürlich zu Meinungsverschiedenheiten kommen! Innerhalb des Testfensters könnten Dinge unentdeckt geblieben sein, wodurch es nach entsprechender Ansicht möglicherweise Lücken geben könnte.


So werten wir (Angaben in %):

 

 

 

Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel leider deaktiviert. Das tut uns Leid!

Deine Race-Sim-Net - Plattformleitung