.

Unter Windows 7 und Windows 10 kann es derzeit zu massiven Problemen kommen, wenn ihr die Updates vom 9. April installiert habt. Bemerkbar machen sich die Probleme in der Form, dass der Rechner nicht mehr ordnungsgemäß startet oder sich im Betrieb komplett aufhängt. Des Weiteren wurden auch Probleme wie Lags, ausgelastete Festplatten oder Probleme mit der Internetverbindung beschrieben.

Ich selbst konnte einige dieser Symptome bereits an vier Rechnern nachvollziehen, die allesamt zwei Gemeinsamkeiten haben: Das Antiviren-Programm von Avira und ein Update vom 9. April. Im Zusammenhang mit Antiviren-Programmen soll das Problem auch tatsächlich liegen, wie Microsoft samt Workaround offiziell bestätigt hat.

Betroffen ist allerdings nicht nur Avira. Auch melden Nutzer Probleme im Zusammenhang mit den Antiviren-Programmen von Sophos, Avast und McAfee [1]. Falls die Probleme auftreten, ist das System wie beschrieben nicht mehr ordnungsgemäß nutzbar. Damit sich dies wieder ändert, wird eine Deinstallation der betroffenen Updates empfohlen. In direkter Umgebung und nach Recherche im Netz konnten bislang folgende Aktualisierungen dafür ausgemacht werden:

Windows 7

  • KB4493472
  • KB4493448

 

Windows 10

  • KB4493464 (unter 1803)
  • KB4493509 (unter 1809)
  • KB4495666 (unter 1903)

 

Eine Deinstallation ist in der Systemsteuerung des entsprechenden Betriebssystems möglich. 

Windows 10: Einstellungen-App → Update und Sicherheit → Updateverlauf anzeigen → Updates deinstallieren
Windows 7: Systemsteuerung → System und Sicherheit → Installierte Updates anzeigen (unter dem Punkt Windows Update)

 

Empfohlen wird die Deinstallation jedoch nur, wenn tatsächlich Probleme auftreten, die das System stark verlangsamen oder gar zum Absturz bringen. Sollte der Rechner gar nicht mehr ordnungsgemäß starten, so kann es helfen, die Internetverbindung vom Rechner zu trennen oder den Rechner im abgesicherten Modus zu starten.

Es wird davon ausgegangen, dass der Windows Defender seit dem letzten Update nicht mehr ordnungsgemäß deaktiviert wird, wenn eine andere Antiviren-Software erkannt wird. Dies führt in diesem Fall zu Problemen. Nutzer von Sophos werden laut Microsoft aktuell automatisch von der betroffenen Aktualisierung ausgenommen. Für Nutzer anderer Programme scheint es sowas bislang nicht zu geben und auch eine Lösung fehlt noch komplett. Um eine Installation des Updates zu verhindern, könnte die vorübergehende Deaktivierung der Updates auf den Betriebssystemen von Vorteil sein.

Wir halten das Problem im Auge. Sobald es Änderungen gibt, werden wir diesen Artikel aktualisieren und euch auf den sozialen Netzwerken darüber informieren.

 

 

Quelle
gamestar.de, zuletzt abgerufen am 17.04.2019, 12:43